Die bearbeiteten Wändflächen, die sowohl die Ästhetik 
der Abstraktion feiern, als auch die Auflösung der vom
Architekten gegebenen Räumlichkeit - inklusive Ecken
und Kanten - fordern die Veränderung des Blickwinkels
heraus, die Veränderung der Wahrnehmung und das bewusste Wahrnehmen an
sich.
Da der Mensch ein körperliches »Sinnwesen« ist, also nur über physische Mittel
- vor allem über die Sinne - mit der Umwelt interagieren kann, wirkt jeder Raum
in dem er sich bewegt auf ihn ein und wird von seinen Sinnen erfasst.
Die Räume in denen wir uns bewegen und aufhalten bestehen aus Wandflächen
– unsere „dritte Haut“, die uns von „äußeren Einflüssen“ abschirmt und schützt.
Die farbliche Gestaltung dieser Wandflächen sollte somit individuell entsprechen
und höchste Priorität erhalten.



























Minutiös aufgetragene, sich überlagernde Farb-
schichten, die durch klare und harmonische Linien-
führung Leichtigkeit, Eleganz und Frische erzeugen.













Kompositionen, die sich vor allem mit der abstrakten Kunst der zwanziger Jahre und der konkret-minimalistischen Positionen der sechziger Jahre, auseinandersetzen.




















Während die Theorie immer diskrete Modelle entwickelt,
ist die Praxis ein Kontinuum.













Die Gestaltung der Wandflächen basiert auf
einem System, sich gezielt mit bestimmten
Farben zu umgeben, bei dem mehrfarbige
Kompositionen eine wesentliche Rolle spie-
len. Die richtige Auswahl der Farbkombina-
tionen und deren Anwendung soll eine
ganzheitliche, ausgewogene Wirkung auf
Körper, Geist und Seele haben.